Unerträgliches Warten

Ich sitze hier und warte, auf einen Anruf, eine Nachricht, irgendein Zeichen, aber es kommt nichts.
Ich habe es selber so gewollt. Meinte, dass wir absoluten Abstand brauchen, ohne regelmässigen Kontakt um zu sehen, wie wir zueinander stehen.
Irgendwie ist es ganz schön heftig, würde ihn am liebsten selber anrufen, aber das kann ich nicht machen. Ich muss erstmal von der Routine wegkommen, sonst werde ich mir niemals über meine Gefühle im klaren, er wohl auch nicht...
Außerdem habe ich Angst, was passiert, wenn ich ihn anrufe. Ob er genervt ist, wie vorher auch, weil er gemerkt hat, alles ist viel schöner ohne mich, oder ist er glücklich, weil er mich vermisst hat?
So gerne würde ich jetzt Mäuschen spielen. Ich habe Angst davor, dass er nach diesen Wochen merkt, dass er mich gar nicht mehr mag.
Gestern war ich schon sehr überrascht, dass er so traurig war. Das hätte ich niemals gedacht. Ich war eher der Meinung, dass er es gar nicht merkt, wenn ich weg bin...
Aber er war wirklich traurig und das tat mir noch mehr weh. Ich möchte nicht, dass er wegen mir leidet.
Es wäre schön, wenn er sich meldet, aber ich weiß genau, dass es so nicht gut wäre. Wir würden dann nämlich einfach weitermachen, wie bisher, nur das wir uns am Samstag halt nicht für ein paar Stunden sehen.
Gestern meinte er zu mir, er will sich Mühe geben, mich nicht so oft anzurufen und sich zu melden. Heute wünschte ich mir, wir hätten dieses Gespräch erst in ein paar Wochen geführt, obwohl die letzten Wochen doch schon heftig waren. Aber ich konnte wenigstens mit ihm reden, auch wenn es immer nur kurz und irgendwie gezwungen war. Aber ich habe eben seine Stimme gehört.
Wenn wir heute nichts von einander hören, wird es der erste Tag seit vielen Jahren sein und das tut schon sehr weh!

25.6.06 17:57

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